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Hintergrund

Zielländer

Das Bilaterale Kooperationsprogramm wurde aus der Beratungsarbeit im Rahmen des sogenannten TRANSFORM-Programms der Bundesregierung aus dem Jahr 1992 entwickelt. Mit dem damaligen Programm sollten mittel- und osteuropäische Staaten an marktwirtschaftliche Strukturen herangeführt werden. In 2008 wurde der Auftrag erweitert auf ausgewählte Partnerländer in Europa, Afrika, Asien und Südamerika. Das Bilaterale Kooperationsprogramm richtet sich vornehmlich an agrar- und ernährungspolitisch wichtige Schwellenländer, die zugleich Schwerpunktländer der bilateralen Zusammenarbeit des BMEL sind.

Ziele

  • Vertiefung des bilateralen Dialogs und Stärkung des gegenseitigen Verständnisses zwischen BMEL und Partnerministerien sowie zwischen anderen Akteuren des Agrar- und Ernährungssektors,
  • Verlässliche und regelbasierte Rechtsrahmen sowie gute organisatorische und strukturelle Rahmenbedingungen für eine marktwirtschaftliche Entwicklung des Agrar- und Ernährungssektors in den Partnerländern,
  • Leistungsstarke, effiziente, ressourcenschonende und unternehmerische Landwirtschaft.

 

Konzept

Die Projekte des Bilateralen Kooperationsprogramms bieten partnerschaftliche Hilfestellung und unterstützen die Meinungsbildung in den Partnerländern, um dort verlässliche, rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen sowie eine leistungsfähige, nachhaltig unternehmerische Agrar- und Ernährungswirtschaft zu fördern.

Die Zusammenarbeit in den Projekten setzt an Reformvorhaben der Partnerländer an oder sie trägt zur Sensibilisierung für wichtige agrarfachliche Zusammenhänge und zur dortigen Meinungsbildung bei. Die Vorhaben werden daher in enger Abstimmung mit den Partnerländern entwickelt, umgesetzt und gesteuert. Ein angemessener Eigenbeitrag des Partnerlandes zum Projekt ist daher grundsätzlich vorgesehen. In und mit den Kooperationsprojekten entsteht eine intensive Zusammenarbeit, welche die bilateralen Beziehungen und das gegenseitige Verständnis in vielerlei Hinsicht auf fachlicher, wirtschaftlicher und politscher Ebene fördert. Kooperationsprojekte sind oft integriert in Verwaltungen und Institutionen des Partnerlandes, stärken die Fort- und Weiterbildungsangebote nationaler Behörden, Verbände und Bildungseinrichtungen und unterstützen im Bereich der nationalen Gesetzgebung.

Agrarpolitische Dialoge oder Fachdialoge zu Themen des Agrar- und Ernährungssektors spielen eine zentrale Rolle im Rahmen des Bilateralen Kooperationsprogramms, da hier im Dialog mit Entscheidungsträgern bzw. mit entscheidungsvorbereitenden Akteuren ein Austausch zu den Rahmenbedingungen in den Partnerländern stattfindet.

Praxisnahe Demonstrationsvorhaben richten sich an Fach- und Führungskräfte von landwirtschaftlichen Betrieben und Unternehmen des Agrar- und Ernährungssektors. Ein Erfolgsfaktor ist der unmittelbare und fachkundige Austausch zwischen ebenbürtigen Akteuren. Dieser wird durch die Einbeziehung von Institutionen, Verbänden und Fachkreisen des Agrarsektors in Deutschland erreicht. In die Demonstrations- und Trainingsprojekte bringen insbesondere Unternehmen aus den Bereichen Landtechnik, Saatgut und Tierproduktion ihre Expertise und Sachleistungen ein. Dafür gewinnen sie ihrerseits Erfahrungen und Kontakte in den Partnerländern.

Das Kooperationsprogramm arbeitet grundsätzlich mit drei Projektformaten:

1. Dialogformate:

  • Langfristig und thematisch breit angelegte Agrarpolitische Dialoge sowie
  • agrarfachliche Dialoge zu einem oder wenigen Kernthemen, die auch umfangreichere praxisbezogene Komponenten enthalten können.

Sie wenden sich vorwiegend an Parlamente, Regierungen und Facheinrichtungen. Themen waren bzw. sind beispielsweise Agrarhandelspolitik, Förderpolitiken, Landrechte, Saatgutwesen, Genossenschaftswesen, die Förderung der ökologischen Landwirtschaft oder der Lebensmittelsicherheit, je nachdem was auf der Reformagenda des Partnerlandes steht und zugleich deutschen Interessen entspricht.

2. Praxisbezogene Demonstrations-, Trainings- und Schulungsprojekte:

Fach- und Führungskräften werden hierbei theoretische und praktische Kenntnisse und Fertigkeiten im nachhaltigen Anbau, einer modernen und tiergerechten Tierhaltung sowie im Bereich Farmmanagement vermittelt.

3. Verbandskooperationsprojekte:

Zur Stärkung der Selbstorganisationskräfte im Agrarsektor werden Bauernverbände und Dachverbände landwirtschaftlicher Genossenschaften darin unterstützt, die Interessen ihrer Mitglieder besser vertreten zu können und Dienstleistungen für die Mitglieder und Bewohner ländlicher Räume bedarfsgerechter anzubieten.

Darüber hinaus kann auch die Nachwuchsförderung oder ein Fachkräfteaustausch ein Anliegen sein, das vom Bilateralen Kooperationsprogramm aufgegriffen wird.

Es hat sich gezeigt, dass hohe Synergien entstehen, wenn die Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Partnerland breit und gut aufgestellt ist, d.h. wenn mehrere Projekte mit jeweils ausreichender Ressourcenausstattung im Land umgesetzt und untereinander vernetzt sind und die Zusammenarbeit langfristig angelegt ist. Solche intensiven Kooperationen gibt es gegenwärtig vor allem mit den Partnerländern China, Ukraine und Äthiopien, sowie abgeschwächt mit Russland und Kasachstan. Künftig sollen solche vertieften Kooperationen auch mit anderen zentralen Schwerpunktländern realisiert werden. 

(Stand: April 2018)

Downloads

Flyer Kooperationsprogramm auf Deutsch

PDF | 119 KB

Flyer Kooperationsprogramm auf Englisch

PDF | 125 KB

Flyer Kooperationsprogramm auf Russisch

PDF | 168 KB

Übersicht laufende BKP-Projekte

PDF | 455 KB

Internationale Projekte des BMEL (ehemals Newsletter International)

Die Broschüre gibt einen Überblick über das Bilaterale Kooperationsprogramm und das Twinning-Engagement des BMEL und informiert über wichtige Ereignisse und Entwicklungen in den BMEL-Projekten im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit.

Ausgabe vom 22.01.2018

PDF | 3 MB

Ausgabe vom 04.01.2017

PDF | 3 MB

Ausgabe vom 04.01.2016

PDF | 3 MB

BMEL Veranstaltungen und Messen

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