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Ländliche Entwicklung und Digitalisierung sind die Schlüsselthemen des Agrarpolitischen Dialogs mit Russland im Jahr 2019

Am Rande der Grünen Woche und des Welternährungsforums fand am 17. Januar 2019 in Berlin die jährliche Sitzung der Projektsteuerungsgruppe des Deutsch-Russischen Agrarpolitischen Dialogs (APD) statt.

Parlamentarischer Staatssekretär Stübgen und Vize-Landwirtschaftsminister Lewin. Quelle: BMEL
Parlamentarischer Staatssekretär Stübgen und Vize-Landwirtschaftsminister Lewin. Quelle: BMEL

 Unter Leitung des Parlamentarischen Staatssekretärs Michael Stübgen und des Russischen Vizeministers Sergey Lewin wurde die Arbeit des seit 1994 aktiven Projekts im Lichte aktueller Herausforderungen diskutiert. Beide Seiten sparten die allgemeinen politischen Schwierigkeiten im deutsch-russischen Verhältnis nicht aus, hoben aber vor allem die Bedeutung fortgesetzter fachlicher und menschlicher Beziehungen hervor. Es bestand Einigkeit, dass sich der APD in den vergangenen 25 Jahren als wichtiger Stabilitätsanker erwiesen hat, der immer wieder einen gewinnbringenden Austausch auf hohem Niveau ermöglicht.

Einen Überblick über die aktuelle Arbeit des APD im Jahr 2018 gab Projektleiter Martin Schüssler: Bei einer Vielzahl von Konferenzen, Delegationen und Fachinformationsfahrten haben sich neben Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung auch immer wieder Vertreter des BMEL selbst in den Dialog aktiv eingebracht. Als einen Höhepunkt nannte Schüssler die Auszeichnung der durch den APD begründeten Partnerschaft zwischen dem Freistaat Bayern und der Region Woronesch durch die Außenminister Maas und Lawrow. Schüssler hob außerdem die eingespielte und harmonische Arbeit des Projektteams hervor, welches sich paritätisch aus deutschen und russischen Fachleuten zusammensetzt.

Den Ausblick auf das Jahr 2019 präsentiert der Dr. Hans Peter Pöhlmann. Schlüsselthemen im diesem Jahr sind die Bereiche ländliche Entwicklung und Digitalisierung, die sowohl in Deutschland als auch in Russland weit oben auf der agrarpolitischen Agenda stehen. Daneben wird der APD auch in weiteren Feldern wirken, z.B. in den Bereichen ökologischer Landbau und Saatgutwesen oder der Beseitigung organischer Abfälle.

Vorgestellt wurde schließlich die neue „Forstkomponente“ des APD. Florian Ammersdorfer stellte dar, wie seit 2018 die Zusammenarbeit sowohl auf föderaler Ebene zwischen BMEL und russischer Forstagentur als auch auf regionaler Ebene funktioniert. Die Forstkomponente soll sich in Zukunft zu einer festen Größe in der Arbeit des APD entwickeln. 

Die Beiträge und Diskussionen zeigten, dass es eine Vielzahl von Themen gibt, bei denen ein fachlicher Austausch im beiderseitigen Interesse liegt. Der agrarpolitische Dialog soll daher auch in Zukunft konstruktiv fortgesetzt werden.

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