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BMEL startet Projekt zum Weinrecht in den Westbalkan-Staaten

Der Weinbau auf dem Balkan blickt auf eine lange Tradition zurück. Heute birgt er erhebliches Potenzial für die Entwicklung ländlicher Räume, die Etablierung hoher Produktstandards und den Tourismus. Seit dem Zerfall Jugoslawiens wird die Entwicklung des regionalen Weinsektors allerdings durch eine Zersplitterung des Rechts und administrativer Strukturen gebremst.

Arbeitsgruppensitzung in Struga/Mazedonien, Quelle: SWG
Arbeitsgruppensitzung in Struga/Mazedonien, Quelle: SWG

In den nächsten drei Jahren unterstützt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft die Harmonisierung des Weinrechts durch ein regionales Beratungsprojekt. Der offizielle Startschuss fiel am 5. Dezember 2018 bei der Sitzung der Generalversammlung der Standing Working Group for Regional Rural Development (SWG) in Kremmen. SWG ist die gemeinsame Arbeitsplattform der Landwirtschaftsministerien von Albanien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Kosovo, Montenegro und Serbien und Partner des BMEL bei der Durchführung des Projekts. Friedrich Wacker, Unterabteilungsleiter Internationales im BMEL, und Boban Ilic, der Generalsekretär von SWG, äußerten die Hoffnung, dass die Kooperation im Bereich Wein Ausgangspunkt für eine bessere Zusammenarbeit auch in anderen Bereichen sein könne.

Bereits zwei Wochen nach der offiziellen Eröffnung fand am 12. und 13. Dezember in Struga/Mazedonien ein erstes Arbeitstreffen im Rahmen des Projektes statt. Mit Impulsen des Fachreferats für Weinanbau des BMEL diskutierten Ministerialbeamte aller Westbalkan-Staaten und Experten aus der Region, welche konkreten rechtlichen Hindernisse zügig abgebaut werden sollten. Neben technischen Aspekten, wie nationalen Weinbaukarteien, betrieblichen Registern und Begleitdokumenten, zeigten dabei besonders die Themen Qualitätsstandards und geographische Herkunftsbezeichnungen Potenzial für kontroverse Diskussionen aber auch Chancen für transnationale Kooperation. Auf dem Workshop wurden die nächsten Schritte beschlossen, und schon im März werden die Gespräche fortgesetzt!

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