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Nachrichten

18.07.2018Feierliche Einweihung einer Kühlkammer im äthiopischen Pflanzengenbankinstitut EBI – Ein Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität

Das renommierte Ethiopian Biodiversity Institute, kurz EBI in Addis Abeba unterhält derzeit die größte und führende Pflanzengenbank in Afrika und ist eine von vier Partnerorganisationen, welche durch BMEL im Programm zur Förderung nachhaltiger Produktivität in Äthiopien (engl. Supporting Sustainable Agricultural Productivity in Ethiopia – SSAP) gefördert wird.

v.l.n.r.: Carolin Bansbach – GIZ Landesbüro, Thomas Kroll – SSAP Programmleiter,Dr. Tamene-EBI Crop Director, Dr. Melesse Maryo – EBI Generaldirektor, Dr. Ulrike Lohwasser – IPK Gatersleben, Friedrich Wacker – BMEL Unterabteilung Internationale Zusammenarbeit und Welternährung, Brita Wagener – Deutsche Botschafterin in Addis Abeba, Dr. Gemedo Dalle – Ministry of Environment, Forestry and Climate Change, MoEFCC, Laura Meyer– BMEL Referat Internationale Projekte, Dr. Anne Winter – BMEL Länderreferat, Abebe Assefa-SSAP. (Quelle: GFA )

Das Programm besteht aus den drei Handlungsfeldern Fachdialog zu Rahmenbedingungen und Marktregulierung der nationalen Saatgutpolitik, Agrarweiterbildungszentrum für Mechanisierung – ATC sowie Stärkung des Saatgutsektors und Erhaltung genetischer Ressourcen – CD SEED. Mit der Förderung der Programmkomponente CD SEED unterstützt BMEL u. a. gezielt die Verbesserung des Managements pflanzengenetischer Ressourcen im EBI und dessen Rolle als Partner im nationalen und internationalen Saatgutsektor.

Der Beginn der deutsch-äthiopischen Kooperation im Genbankbereich reicht mehr als 40 Jahre zurück. 1976 wurden die Gebäude der Vorgängerinstitution des EBI mit deutscher Unterstützung erbaut. Heute hat EBI das Mandat, alle genetischen Ressourcen einschließlich Pflanzen, Forst, Tiere und mikrobielle genetische Ressourcen zu erhalten sowie das indigene Wissen darüber zu bewahren und deren nachhaltige Nutzung zu gewährleisten.

EBI ist seit 2012 Partnerorganisation bisheriger bilateraler Kooperationsprojekte des BMEL. Mit Beratung, Personaltrainings und Bereitstellung verschiedener Materialien an EBI leistet BMEL einen konkreten Beitrag an das Partnerland Äthiopien zur Umsetzung des Internationalen Vertrags über pflanzengenetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft, insbesondere hinsichtlich der Erhaltung und nachhaltigen Nutzung pflanzengenetischer Ressourcen.

Am 2. Juli konnte dafür eine vom BMEL finanzierte, nach neuesten Standards ausgestattete Kühlkammer in feierlichem Rahmen eingeweiht und an den Partner übergeben werden. Die Einrichtung und Nutzung der Kühlkammer wird mit Fachexpertise durch das deutsche Leibnitz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung, IPK Gatersleben begleitet.

Die Kühlkammer wurde von Herrn Friedrich Wacker, BMEL Unterabteilung Internationale Zusammenarbeit und Welternährung, an den Generaldirektor des EBI, Dr. Mellesse Maryo, unter Anwesenheit des äthiopischen Ministers für Umwelt, Forstwirtschaft und Klimawandel, Dr. Gemedo Dalle, übergeben. Die moderne technische Einrichtung am EBI versetzt Äthiopien somit in die Lage, seine auch global bedeutsamen Ressourcen – Äthiopien ist u. a. Biodiversitäts-Hotspot für Gerste – effektiver zu bewahren.