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Projekte

Deutsch-Marokkanisches Exzellenzzentrum für Landwirtschaft

Das Projekt

Der Agrarsektor spielt eine wichtige Rolle in der marokkanischen Wirtschaft. Er trägt jährlich ca. 14 % zum Bruttoinlandsprodukt bei und beschäftigt ca. 39 % der Arbeitskräfte. Die Weiterentwicklung des Sektors wird unter anderem durch die unregelmäßigen Niederschläge und den geringen Ausbildungsstand der landwirtschaftlichen Fachkräfte/Landwirte behindert. Der marokkanische Staat unterstützt die Modernisierung aktiv durch diverse Subventionen, die im Rahmen der Strategie der marokkanischen Regierung für die landwirtschaftliche Entwicklung – dem „Plan Maroc Vert“ – für Investitionen in Landmaschinen, Bewässerungsanlagen, Zuchtvieh und andere Bereiche des Agrarsektors gewährt werden.

Seit 2012 unterstützt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) den Aufbau des „Deutsch-Marokkanischen Exzellenzzentrums für Landwirtschaft“ mit Sitz in Sidi Slimane. Der Schwerpunkt des bilateralen Kooperationsprojekts liegt in der Förderung von landwirtschaftlichem Know-how unter Beteiligung von Wirtschaftspartnern aus der deutschen und internationalen Agrar- und Ernährungswirtschaft.

Die Fortbildungen und Demonstrationen der ersten Projektphase konzentrierten sich auf den Getreide-, Kartoffel- und Feldfutterbau. 2015 kam die Rinderzucht hinzu.

In der zweiten Projektphase seit Januar 2016 sollen die erreichten Ergebnisse konsolidiert und auf andere Bereiche ausgedehnt werden. Im Ackerbau sollen weitere Kulturen, wie Zuckerrüben, Raps und Sonnenblumen bearbeitet werden. Ein besonderer Schwerpunkt dieser bis Ende des Jahres 2018 geplanten weiteren Phase wird auch die nachhaltige Etablierung des Zentrums als eigenständiger Anbieter von Dienstleistungen für die marokkanische Landwirtschaft sein. Zu diesem Zweck haben sich die Wirtschaftspartner bereits zu einem Verein nach marokkanischem Recht zusammengeschlossen.

Projektziele und Aktionsbereiche

Das Fortbildungsprogramm richtet sich zum einen an Eigentümer, Leiter und Fachkräfte landwirtschaftlicher Betriebe und Maschinendienstleister mit Entwicklungspotential und Mo-dernisierungszielen. Zum anderen zählen auch sog. Multiplikatoren, also Berater, Ausbilder, Techniker und Führungskräfte aus Beratungs- und Ausbildungsorganisationen (Verbänden und Kooperativen) zu den Zielgruppen.

Das Fortbildungsangebot umfasst die Themen:

  • Pflanzenproduktion: Bodenbearbeitung, Aussaat, Pflanzenschutz, Erntetechnik, Lagerung;
  • Rinderzucht: Reproduktion, Fütterung, Haltung, Milchproduktion;
  • Landmaschinen: Einsatz, Pflege und Wartung;
  • Landwirtschaftliche Dienstleistungen;
  • Betriebsführung.

Weitere Themen können bei Bedarf angeboten werden. Bei allen Themen ist ein direkter Bezug zur Praxis gegeben. Dazu werden sowohl im Bereich der Pflanzenproduktion als auch in der Rinderzucht umfangreiche Demonstrationsvorhaben auf Partnerbetrieben durchgeführt. Wann immer möglich, werden auch verarbeitende Betriebe (Ölmühlen, Zuckerfabriken u. ä.) in die Aktivitäten mit einbezogen. In der ersten Projektphase wurden bereits mehr als 1.500 Teilnehmer fortgebildet.

Projektpartner und Kooperationen

Partner des BMEL ist das marokkanische Ministerium für Landwirtschaft und Seefischerei (MAPM). Innerhalb des MAPM ist das Office Nationale de Conseil Agricole (ONCA) für das Projekt zuständig.
Die am Projekt beteiligten Unternehmen aus den Bereichen Agrarchemie, Landtechnik, Pflanzenzucht, Tierhaltung und Tierzucht bringen hochmoderne Maschinen/Technik, Betriebsmittel und Fachwissen durch die Entsendung von Fachkräften in das Kooperationsprojekt ein.

Folgende Wirtschaftspartner beteiligen sich am Projekt:
ADR, AGCO, BAYER, CLAAS, DYNAGRI, GAUGELE, GRIMME, LEMKEN, MASTERRIND, RAUCH.

Die Arbeitsgemeinschaft AFC Consultants International GmbH / ADT Projekt GmbH setzt das Projekt im Auftrag des BMEL um.

(Stand: August 2016 / aktualisierte Inhalte werden in Kürze bereitgestellt)

 

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