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Projekte

Deutsch-Russischer Agrarpolitischer Dialog (APD)

Das Projekt

Der „Deutsch-Russische Agrarpolitische Dialog“ (APD) wird als Kooperationsprojekt des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) seit 1994 durchgeführt und nimmt als verbindende Institution eine wichtige Rolle in der deutsch-russischen Zusammenarbeit im Agrarbereich ein.

Aufgabe des Projektes ist es, die Kooperation zwischen politischen Institutionen beider Länder im Bereich des Agrarsektors im Sinne einer stabilen langfristigen Partnerschaft aktiv zu befördern und lebendig zu gestalten. Dies gilt gleichermaßen für die ministerielle Ebene wie für den Austausch zwischen den Agrarausschüssen der Staatsduma, des Föderationsrates und dem Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Botschaft in Moskau und in Kooperation mit Verbänden der Agrar- und Ernährungswirtschaft beider Länder fördert das Projekt den Dialog und die Vernetzung auf politischer, wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Ebene.

Die strategische Ausrichtung der Projektaktivitäten wird in einem von deutscher und russischer Seite gleichermaßen besetzten Gremium, der Projektsteuerungsgruppe, jährlich den aktuellen Erfordernissen angepasst.

Projektziele und Aktionsbereiche

Ziel des Projekts ist eine stabilitäts- und nachhaltigkeitsorientierte Unterstützung der Kooperation zwischen Deutschland und Russland im Agrarbereich. Durch Kontaktpflege zu den Agrarausschüssen der Staatsduma und des Föderationsrates sollen aktuelle agrarpolitische Themen im Dialog zwischen russischen und deutschen Experten erörtert werden.

Das Projekt behandelt nachfrage- und nachhaltigkeitsorientiert aktuelle agrarpolitische Themen im Rahmen von Runden Tischen, Konferenzen und Arbeitsgruppen. Begleitend werden Stellungnahmen und Fachexpertisen zu aktuellen Gesetzesentwürfen im Agrarbereich sowie analytische Materialien angefertigt. Ein Newsletter informiert über die aktuellen Projektaktivitäten und anstehende wichtige Termine.

Aktuelle Schwerpunktthemen:

  • Entwicklung des ökologischen Landbaus in Russland auf föderaler und regionaler Ebene
  • Gewährleistung der nachhaltigen Entwicklung ländlicher Räume, u. a. durch Infrastrukturkonzepte und Beiträge zum Genossenschaftswesen im Agrarsektor und zur Stärkung von Wertschöpfungsketten in ländlichen Räumen
  • Verbesserung in der Agrarausbildung und bilaterale Kooperation in der Agrarwissenschaft
  • Transparente Regeln in der Bodenverwaltung und im Saatgutwesen
  • Lebensmittelqualität und -sicherheit
  • Fördermöglichkeiten von Umweltleistungen und im Forstbereich

Projektpartner und Kooperationen

Die Agrarausschüsse der Staatsduma und des Föderationsrates sowie das Landwirtschaftsministerium der Russischen Föderation sind die zentralen Partner des Projekts. Eine zunehmende Bedeutung gewinnen neben den Institutionen auf föderaler Ebene auch Vertreter der Regionen, wissenschaftliche Institute und Forschungseinrichtungen sowie zahlreiche Verbände der Agrarwirtschaft aus beiden Ländern.

Die Zusammenarbeit mit russischen Verbänden der Agrarwirtschaft orientiert sich an unseren Schwerpunktbereichen. Wichtige Vertreter sind dabei u. a. der nationale Russische Ökolandbauverband, der Russische Kartoffelverband, der Russische Getreideverband, Verbände der russischen Milchwirtschaft, die Arbeitsgruppe Agrarwirtschaft beim Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft, genossenschaftliche Prüfverbände sowie der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter und der Russische Pflanzenzuchtverband.

Eine bedeutende Rolle für die Projektarbeit spielen darüber hinaus auch gesellschaftliche und sozialpolitische Strukturen wie der Russische Landjugendverband sowie Gewerkschaften.

Die Arbeit des Projektteams wird in einem durch die russische Seite zur Verfügung gestellten Büro in Moskau geleistet und von der Ekosem Agrarprojekte GmbH aus Berlin unterstützt.

(Stand: Februar 2018)

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Projektflyer auf Deutsch

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Projektflyer auf Russisch

PDF | 238 KB
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