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Projekte

AGRITRADE – Beratung der Ukraine zu Agrarhandelsfragen

Das Projekt

Durch das Projekt AGRITRADE werden staatliche und privatwirtschaftliche Strukturen der Agrar- und Ernährungsbranche der Ukraine für den weiteren Ausbau der Handelsbeziehungen mit der EU verbessert. Die Grundlage für die europäisch-ukrainischen Handelsbeziehungen bildet das tief greifende und umfassende Freihandelsabkommen (englisch: DCFTA). Dadurch wurde der Handel zwischen der Ukraine und der EU in den letzten Jahren spürbar intensiviert. Um diesen Trend weiter voranzubringen und Potenziale optimal zu nutzen, benötigen deutsche und ukrainische Akteure aus dem Agrarsektor allerdings eine noch bessere Vernetzung miteinander.

Seit Januar 2019 läuft die neue Phase

Seit nunmehr drei Jahren werden bereits wichtige Impulse bei der Beratung exportorientierter Unternehmen gesetzt. Mit der anschließenden zweiten Projektphase soll der Dialog zur europäischen Agrarhandelspolitik weiter vertieft und das ukrainische Ministerium für Agrarpolitik und Ernährung (MAPE) bei der Umsetzung des DCFTA noch enger begleitet werden. Dabei liegen die Schwerpunkte auf einer weiterhin engen Zusammenarbeit mit dem MAPE, insbesondere durch zusätzliche politische Beratung sowie einem stetigen Austausch mit anderen internationalen Projekten.

Um ukrainische Unternehmen beim Ausbau ihrer Exportfähigkeit zu unterstützen, sollen in Zukunft vor allem nachhaltige Beratungsstrukturen geschaffen werden. Nationale Wirtschaftsorganisationen wie Kammern, Verbände und andere Dienstleister sollen befähigt werden, perspektivisch selbst auskunftsfähige Ansprechpartner für Fragen des Agrarhandels zu sein.
Hierzu soll das AGRITRADE Netzwerk weiter ausgebaut und Akteure miteinander verzahnt werden. Das Projektteam ist dazu auf Lebensmittelforen, Trainings- und Informationsveranstaltungen präsent. Besonderer Augenmerk wird hierbei auf die Durchführung von Trainingsprogrammen für Frauen gelegt, um ihre Position in der ukrainischen Agrar- und Lebensmittelbranche zu stärken.

Über das Projekt werden sowohl Fachkräfte staatlicher und privater ukrainischer Organisationen – insbesondere Verbänden – als auch am Agrarhandel mit der EU interessierte Wirtschaftsdienstleister und Fördererungsorganisationen aus Produktion, Verarbeitung und Handel angesprochen. Von der Arbeit des Projekts profitieren vor allem klein- und mittelständige Unternehmen. Wichtig bleiben die Nischenprodukte: Beeren, Gemüse, Obst und Nüssen sowie ökologisch erzeugten Lebensmitteln.

Projektpartner und Kooperationen

AGRITRADE wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und dem Ministerium für Agrarpolitik und Ernährung der Ukraine (MAPE) ins Leben gerufen. Durchgeführt wird es von AFC Agriculture and Finance Consultants GmbH (Federführung) und der IAK Agrar Consulting GmbH und wird dabei von der Humboldt-Universität zu Berlin unterstützt.

Das Projekt arbeitet eng mit anderen, ebenfalls vom BMEL geförderten, Kooperationsprojekten in der Ukraine zusammen: Deutsch-Ukrainischer Agrarpolitischer Dialog und Deutsch-Ukrainische Zusammenarbeit im Ökolandbau. Das Projektbüro ist in der Ukrainischen Handelskammer in Kiew angesiedelt und findet dort gute Kontakte und Unterstützung.

(Stand: Juni 2019)

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