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Projekte

Deutsch-Chinesischer Ackerbau- und Landtechnik-Demonstrationspark (DCALDP), Phase II

Seit August 2015 fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft über sein Bilaterales Kooperationsprogramm das Projekt „Deutsch-Chinesischer Ackerbau- und Landtechnik-Demonstrationspark“.

Im Rahmen des Projektes werden auf dem Gelände der Huanghai Staatsfarm in der Provinz Jiangsu auf 150 ha unter Nutzung moderner Landtechnik nachhaltige Landbaumethoden entwickelt und erprobt. Dadurch werden die Produktivität verbessert, negative Umweltwirkungen reduziert und ein Beitrag zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzbarkeit landwirtschaftlicher Flächen geleistet.

Das Projekt arbeitet eng mit europäischen Wirtschaftspartnern aus dem Bereich Landmaschinentechnik und landwirtschaftliche Betriebsmittel zusammen und wird von wissenschaftlichen Instituten in China unterstützt. Gemeinsam werden Versuchsflächen geplant und ausgewertet und großflächige Demonstrationen von Fruchtfolgen und Anbaumethoden durchgeführt.

Beispielhaft hierfür ist die Entwicklung einer an den Standort angepassten Trockenreisfruchtfolge. Im Vergleich zu der in der Region dominanten Nassreisfruchtfolge können so der Wassereinsatz und die Bodenverdichtung reduziert werden. Durch die Integration von Ackerpflanzen wie etwa Raps in die Fruchtfolge, kann zugleich die Bodenfruchtbarkeit erhöht werden. Im Vergleich zur konventionellen chinesischen Anbauweise kann dadurch maßgeblich der Einsatz synthetischer Düngemittel reduziert werden ohne Ertragsverluste hinnehmen zu müssen.

Ziel des Projekts ist es zudem, das vorhandene Wissen weiterzuvermitteln. So erlangen Mitglieder des chinesischen Agrarsektors, über die Huanghai Staatsfarm hinaus, praxisnahes Wissen zu nachhaltigen Landbaumethoden und moderner Landtechnik. Das Projekt organisiert unter anderem Seminare zu Themen wie „angepasste Fruchtfolgen und Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit“ und „sachgerechten Einsatz moderner Technologien und Verfahren im Pflanzenbau“. Die Schulungen und Seminare zielen dabei auch auf die Ausbildung von Trainern und Multiplikatoren ab, die das Wissen und die Versuchsergebnisse an Ausbildungseinrichtungen, Universitäten und wissenschaftliche Einrichtungen weitertragen.

Jährlicher Höhepunkt des Projekts ist der zweitägige Feldtag. An diesem nehmen zahlreiche Landwirte und Fachpersonal von Staatsfarmen, Wissenschaftler, landwirtschaftliche Berater und Unternehmen sowie Studenten aus verschiedenen Regionen teil. Die Veranstaltung informiert praxisnah über nachhaltige Anbaumethoden und moderne Landtechnik.

(Stand: Juni 2019)

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