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Deutsch-Chinesisches Kooperationsprojekt zur Weiterentwicklung der Tierzucht und Tierhaltung in China

Weiterentwicklung der Tierzucht und -haltung in China

Das Projekt entstand auf Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und den führenden deutschen Unternehmen im Bereich Rinderzucht und begann im November 2010 als „Deutsch-Chinesisches Kooperationsprojekt zur Weiterentwicklung der Rinderzucht in China“. Die Projektkonzeption basiert auf einer Zusammenarbeit zwischen deutschen und chinesischen Unternehmen. Ziel ist es, Erfahrungen zur Optimierung der Produktionsverfahren der Milch- und Fleischerzeugung mit am Anfang zehn chinesischen rinderhaltenden Betrieben (sog. Demobetriebe) auszutauschen, moderne Technologien zu erproben und den Einsatz hochwertiger deutscher Genetik unter unterschiedlichen Produktionsbedingungen in China zu testen.

Im Jahr 2014 wurde von der chinesischen Seite die Erweiterung der Projektzusammenarbeit um den Bereich „Schweinezucht und -haltung“ vorgeschlagen und seit Februar 2015 wird das Projekt als „Deutsch-Chinesisches Kooperationsprojekt zur Weiterentwicklung der Tierzucht in China“ mit zwei Komponenten „Rind“ und „Schwein“ durchgeführt.

In der aktuellen Phase (07/2018 bis 06/2020) arbeitet das Projekt mit insgesamt 18 deutschen und internationalen Unternehmen zusammen. Das Projekt wird vom BMEL auf der deutschen und vom Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten der Volksrepublik China (MARA) auf der chinesischen Seite gefördert.

Auf der operativen Ebene arbeitet das Projekt eng mit der nationalen Tierhaltungsbehörde, National Animal Husbandry Service (NAHS) und mit den derzeit 17 Demobetrieben der Komponente „Rind“ und drei Demobetrieben der Komponente „Schwein“ in acht chinesischen Provinzen (Fujian, Hebei, Heilongjiang, Peking, Shanxi, Sichuan und Xinjiang) zusammen.

Der zunehmend wichtigere Aspekt der Projektzusammenarbeit stellt eine ressourcenschonende und tiergerechtere Tierhaltung dar. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Verbesserung der technischen Haltungsbedingungen, der Verbesserung der Ressourceneffizienz durch eine Weiterentwicklung der genetischen Basis, der Fütterung und des Haltungsmanagements, der Reduzierung der Güllemenge je Tier sowie der wirtschaftlich sinnvollen Nutzung der Gülle.

Als eine weitere Projektkomponente wurde im April 2019 mit der Etablierung eines Kompetenznetzwerkes für eine klima- und umweltfreundliche Nutztierhaltung in China begonnen. In Deutschland wird dazu ein fachliches Netzwerk zu den zuständigen Einrichtungen der angewandten Agrarforschung und Unternehmen der deutschen Agrarwirtschaft hergestellt. Gemeinsam mit den chinesischen Partnerinstituten werden im Anschluss die Klima- und Umweltwirkungen der Tierhaltung in China anhand von drei ausgewählten Tierhaltungsbetrieben analysiert. Auf dieser Grundlage sollen mindestens fünf innovative Verfahren und Technologien zur Minderung von Treibhausgasen und Verbesserung der Umweltverträglichkeit von Nutztierhaltungssysteme identifiziert und für die Verbreitung in China aufbereitet werden. Bis Ende des Jahres 2019 wird damit ein Netzwerk für die Verbreitung innovativer Verfahren und Technologien zur Verminderung von Treibhausgasen aufgebaut.

(Stand: Juni 2019)

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