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Projekte

Deutsch-Kasachischer Agrarpolitischer Dialog

Das Projekt

Die Fläche Kasachstans ist fast achtmal so groß wie die Deutschlands. Es leben jedoch lediglich 18 Millionen Menschen im größten Land Zentralasiens. Zum kasachischen Staatsgebiet gehören rund 222 Mio. ha landwirtschaftliche Nutzfläche, wovon 187,5 Mio. ha unregelmäßig als Weideland und weitere 5 Mio. ha zur Heuerzeugung dienen. Lediglich 29 Mio. ha dienen dem Ackerbau und nur 1,3 Mio. ha der Ackerfläche können bewässert werden.

Seit längerem wird die Landwirtschaft verstärkt in den Mittelpunkt der wirtschaftlichen Entwicklung gestellt. Die kasachische Regierung hat mit dem Programm zur Entwicklung der Landwirtschaft 2017-2021 eine umfassende Strategie erarbeitet, die unter anderem auch eine Diversifizierung der landwirtschaftlichen Produktion vorsieht. Das Land soll wieder der Brotkorb der Region werden und sich insbesondere auch in der Produktion ökologischer Lebensmittel profilieren.

Seit Oktober 2009 arbeitet der Deutsch-Kasachische Agrarpolitische Dialog (APD) in der kasachischen Hauptstadt Astana und unterstützt die kasachischen Partner dabei, den agrarpolitischen Rahmen weiter zu entwickeln, um das landwirtschaftliche Potenzial des Landes stärker auszuschöpfen. In den letzten Jahren bildeten die Bereiche Lebensmittelsicherheit und Saatgutwesen Schwerpunkte der Projektarbeit. Derzeit ist der APD im Bereich der landwirtschaftlichen Genossenschaften und dem ökologischen Landbau besonders aktiv. Darüber hinaus arbeitet das Projekt unter anderem auch zu den folgenden Themen: Risikomanagement, Investitionsförderung, Agrarversicherung und Kreditgenossenschaften sowie Sortenschutz.

Projektziele und Aktionsbereiche

Der Ansatz des APD orientiert sich an aktuellen Problemen und Herausforderungen der kasachischen Agrarpolitik. Das Projektziel ist die Durchführung eines strukturierten Dialogs, der den regelmäßigen Austausch sowie die Berücksichtigung deutscher und europäischer Erfahrungen bei der Formulierung und Umsetzung kasachischer Agrarpolitik ermöglicht.

Wichtige Aktivitäten sind:

  • Langfristige Beratung durch das Projektteam vor Ort;
  • Kurzzeiteinsätze spezialisierter Experten des öffentlichen und privaten Sektors aus Deutschland in Kasachstan;
  • Agrarpolitische Strategiepapiere, Policy Papers und andere Publikationen
  • Konferenzen, Runde Tische, Seminare für spezifische Zielgruppen und die Öffentlichkeit.
  • Fachinformationsreisen für kasachische Partner
  • Ausbau deutsch-kasachischer Agrarkontakte

Projektpartner und Kooperationen

Hauptzielgruppe und Partner des Projektes im Agrar- und Ernährungsbereich sind Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft. Eine enge Zusammenarbeit besteht mit dem Ministerium für Landwirtschaft und dem Agrarausschuss des Parlamentes der Republik Kasachstan, verschiedenen Fachkomitees, dem Dachverband der Kreditgenossenschaften, Regierungsagenturen, Agraruniversitäten sowie staatlichen Forschungsinstituten.

Als operativer Projektpartner fungiert seit 2016 das Nationale Agrarwissenschafts- und Bildungszentrum (NANOZ), welches die zentrale Steuerungsinstanz für agrarwissenschaftliche Institutionen bildet und dem kasachischen Agrarministerium unterstellt ist. Das Projekt unterstützt NANOZ im Rahmen der kasachischen Reform der Agrarwissenschaften durch Qualifizierungs-maßnahmen für Entscheidungsträger des NANOZ.

Der APD arbeitet mit Institutionen und Unternehmen des deutschen Agrar- und Ernährungsbereichs zusammen sowie mit dem „Deutschen Agrarzentrum in Kasachstan“ (DAZ) – einem weiteren Projekt des bilateralen Kooperationsprogramms des BMEL.

Durchgeführt wird der APD von der IAK Agrar Consulting GmbH.

(Stand: Juni 2017)

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