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Sambia

Sambia verfügt mit etwa 22 % der Gesamtfläche über eine weitläufige Nutzfläche für Landwirt-schaft und Weideland. Mit seinem milden Klima besitzt Sambia gute Voraussetzungen für die Landwirtschaft, ist aber durch den Klimawandel erhöhten Risiken ausgesetzt. Die Landwirtschaft zählt mit einem Anteil am Bruttoinlandsprodukt von rd. 9,6 %. zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen des Landes. Über die Hälfte der Gesamtbevölkerung, davon hauptsächlich Frauen, sind in der Landwirtschaft beschäftigt. Dennoch ist Sambia Nettoimporteur für Lebensmittel. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Ungünstige landwirtschaftliche Praktiken und schwache Infrastruktur erschweren die wirtschaftliche Entwicklung auf dem Lande.

Die Produktion von Grundnahrungsmitteln konnte in den letzten Jahren zwar hohe Zuwachsraten verzeichnen, eine spürbare Minderung der weit verbreiteten Armut auf dem Land ist bislang aber ausgeblieben. Exportprodukte aus der Landwirtschaft sind Baumwolle und Tabak. Des Weiteren werden Mais, Weizen, Soja, Kaffee, Zuckerrohr sowie Fleisch in Bewässerungslandbau durch die kommerziellen Landwirtschaftsbetriebe produziert.

Die agrarpolitische Ausrichtung Sambias spiegelt sich in der „2. National Agricultural Policy (NAP)” von 2017 wieder. Neben Marktliberalisierung, Exportförderung und Kommerzialisierung des Sektors strebt Sambia zur Verbesserung der Ernährungssicherung den Ausbau der Agrarforschung und -beratung sowie  eine Produktionssteigerung und Diversifizierung landwirtschaftlicher Anbaukulturen an. Über verschiedene Programme fördert das Land in der kommerziellen und exportorientierten Landwirtschaft Maßnahmen für eine schonende Bodenbearbeitung (conservation agriculture).

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat mit Sambia vereinbart, in einen fachlichen Austausch zu Maßnahmen einer standortangepassten, innovativen und ressourcenschonenden Landwirtschaft zu treten. Dieses Engagement ergänzt sich mit den entwicklungspolitischen Maßnahmen der Bundesregierung im Landwirtschaftssektor im Rahmen der Sonderinitiative „Eine Welt ohne Hunger“ in Sambia.

(Stand: Februar 2018)

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