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Deutsch-Chinesisches Agrarzentrum, Büro Peking

Das Deutsch-Chinesische Agrarzentrum (DCZ) wurde im März 2015 als zentrale Kontakt- und Informationsstelle sowie zur Koordination der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und China im Agrar- und Ernährungssektor gegründet. Es ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) der Bundesrepublik Deutschland und des Ministeriums für Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten (MARA) der Volksrepublik China.

Vorrangiges Ziel des DCZ ist es, die Kommunikation, sowie den Erfahrungs- und Wissensaustausch in Bezug auf landwirtschaftliche Themen zu fördern und die Zusammenarbeit beider Länder im Agrarbereich zu intensivieren. Um dieses Ziel zu erreichen fördert das DCZ unterschiedliche Dialogformate zwischen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis.

Der Agrarpolitische Dialog widmet sich ausgewählten Schwerpunktthemen in der Landwirtschaft, welche im Rahmen von Expertengesprächen, gemeinsamen Seminaren und Konferenzen, Fachinformationsfahrten und Arbeitsgruppen bearbeitet werden. Diese Aktivitäten führen zu gemeinsamen Studien, Fachbeiträgen und Empfehlungen. Derzeit arbeitet der Agrarpolitische Dialog des DCZ zu den Themen „umweltfreundliche Tierhaltung“, „Kooperation im Saatgutsektor“ und „Politikinstrumente für eine nachhaltige landwirtschaftliche Entwicklung“. Der Agrarpolitische Dialog bietet so nachfrageorientiert Expertise und Vernetzung an und stellt damit eine einzigartige Austauschplattform zu aktuellen Fragen der Land- und Ernährungswirtschaft zwischen Deutschland und China dar.

Jüngstes Beispiel ist eine Fachinformationsfahrt nach Deutschland und in die Niederlande, an der Vertreter des MARA teilnahmen. Unter dem Schwerpunkt „umweltfreundliche Tierhaltung“ wurden unter Begleitung von Fachexperten landwirtschaftliche Betriebe, eine Landwirtschaftskammer und Verbraucherschutzbehörde besucht. Die vermittelten Eindrücke zum Thema Tierhaltung und Tierwohl sind auf der chinesischen Seite unmittelbar in ein vergleichendes Papier eingeflossen, das konkrete regulatorische Vorschläge für eine verbesserte Umweltverträglichkeit der Tierzucht in China enthält.

Das zweite Format, der Agrar- und Ernährungswirtschaftliche Dialog, dient als Plattform für Akteure der deutschen und chinesischen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Der Wirtschaftsdialog fördert den Austausch über neue Entwicklungen und konkrete Herausforderungen und entwickelt pragmatische Handlungsempfehlungen. Unter anderem wird durch regelmäßige Agribusinessforen Akteuren aus der deutschen und chinesischen Agrar- und Ernährungswirtschaft die Möglichkeit geboten, in einen Austausch mit Vertretern von Ministerien und Behörden zu aktuellen Agrarthemen zu treten.

Mit dem Wissenschaftlichen Dialog stellt das DCZ die Einbindung wissenschaftlicher Expertise in den fachlichen Austausch sicher und fungiert als Koordinierungsstelle für die deutsch-chinesische Kooperation in der Agrarforschung. Derzeit widmet sich der Wissenschaftliche Dialog unter anderem den Themen Verwertung organischer Reststoffe und Digitalisierung in der Landwirtschaft und unterstützt die Entwicklung eines deutsch-chinesischen Doktorandenprogramms.

Des Weiteren widmet sich das DCZ im Jahr 2019 dem Thema Klimawandel und Landwirtschaft. Im Rahmen von Arbeitsgruppen, mit Vertretern aus der deutschen Wissenschaft und Politik sollen Politikempfehlungen für nachhaltige und klimafreundliche Produktionsweisen in der Landwirtschaft für die Bereiche Tier- und Pflanzenproduktion erarbeitet werden.

 (Stand: Juni 2019)

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