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Mongolei

Mit seiner Fläche, die fast viereinhalbmal so groß ist wie Deutschland, und lediglich rund 3 Mio. Einwohnern, ist die Mongolei das Land mit der niedrigsten Bevölkerungsdichte auf der Welt. Die Landschaft ist geprägt durch Steppen, Hochgebirge und die Wüste Gobi. In der Hauptstadt Ulan Bator leben derzeit mehr als 40 % der Bevölkerung des Landes.

Die Mongolei gehört zu den zehn rohstoffreichsten Ländern der Erde. Zudem hat das Land hohe Vorräte an Seltenen Erden. In den letzten Jahrzehnten gewann der Bergbau zunehmend an Bedeutung und ist mittlerweile der wichtigste Wirtschaftszweig. Darüber hinaus spielt die Landwirtschaft sowohl aus volkswirtschaftlicher Sicht als auch für die Ernährungssicherung des Landes eine große Rolle. Aufgrund der teilweise nährstoffarmen Böden und des ariden Klimas, aber auch aus traditionellen Gesichtspunkten dominiert die Tierhaltung (Schafe, Ziegen, Yaks, Pferde, Kamele) die mongolische Agrarwirtschaft.

Die landwirtschaftliche Nutzfläche der Mongolei umfasst insgesamt ca. 115 Mio. ha, wovon ca. 112 Mio. ha natürliche Weide- bzw. Heuflächen sind. Im Jahr 2016 betrug die ackerbaulich bewirtschaftete Fläche 502.500 ha, auf der zu 75 % Getreide angebaut wurde. Weitere ca. 389.000 ha wurden u.a. in Rotation als Schwarzbrache nicht produktiv genutzt. Die Fläche unter Bewässerung wird mit ca. 54.000 ha angegeben. Der Selbstversorgungsgrad bei Kartoffeln liegt bei ca. 100 %, bei Getreideprodukten bei ca. 82 % und bei Gemüse bei ca. 62 %. Die Ertragsleistungen sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Sie führten allerdings zu einer zunehmenden Degradierung der Ackerböden, weil keine ausreichenden Maßnahmen zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit (Fruchtfolgen, Zufuhr von Nährstoffen) und zur Vermeidung von Erosion erfolgten.

Die aktuellen agrarpolitischen Zielsetzungen der Mongolei sind in der „State Policy on Food and Agriculture“ formuliert, die im November 2015 vom Parlament verabschiedet wurde und zum 1. Januar 2016 in Kraft getreten ist. Die Politik zielt auf eine Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der Agrarproduktion in der Periode 2016 bis 2025 ab, wobei wichtige Nachhaltigkeitskriterien Berücksichtigung finden sollen.  

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) unterstützt diese Ziele und Reformbemühungen und leistet in seiner bilateralen Zusammenarbeit mit der Mongolei einen Beitrag zur Förderung der Nachhaltigkeit der mongolischen Landwirtschaft. Dies beinhaltet die Unterstützung des Partnerlandes bei der Umsetzung von rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen sowie dem Aufbau von fachlichen Kompetenzen, u.a. in den Bereichen ressourcenschonende Bodennutzung, Förderung der Saatgutwirtschaft und Entwicklung von Lösungsansätzen zu Risikomanagement im mongolischen Ackerbau.

(Stand: Februar 2018)