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Marokko

Für Deutschland ist Marokko ein wichtiger Partner in Nordafrika, der sich durch eine hohe politische Stabilität und als wichtiger Handelspartner auszeichnet.

Marokko ist ein agrarisch geprägtes Land. Trotz des großen Wüstenanteils gelten rund zwei Drittel der Landesfläche als landwirtschaftliche Nutzfläche und rund 18% (8 Mio. Hektar) als Ackerland. Im Jahr 2014 waren rund 40% der Bevölkerung in der Landwirtschaft beschäftigt und der Beitrag der Landwirtschaft zum Bruttoinlandsprodukt lag in 2016 bei 14%. Der Anteil der Agrarexporte an den Gesamtexporten lag im Jahr 2016 bei 11,6 1%. Hauptexportprodukte sind Tomaten, Zitrusfrüchte, Obst, Zuckerrohr, Zuckerrüben und Mehl. Deutschland ist nach Spanien, Frankreich China,  USA und Russland der fünftgrößte Handelspartner für Agrarprodukte.

Seit einigen Jahren herrscht in der marokkanischen Landwirtschaft Aufbruchstimmung. Der seit 1999 amtierende König Mohammed VI hat großes Interesse das Land zu modernisieren – und damit auch den Agrarsektor. Mit dem Plan Maroc Vert, dem „Grünen Plan Marokkos“, hat die Regierung ein ambitioniertes Entwicklungsprogramm aufgelegt, das sowohl die kleinstrukturierten und wenig mechanisierten Betriebe unterstützen soll, als auch die großen Betriebe fördert. Insgesamt soll die Landwirtschaft professionalisiert und eine moderne Verarbeitungsindustrie aufgebaut werden. Neue Arbeitsplätze sollen entstehen und der Anteil des Agrarsektors am BIP verdoppelt werden.

Um das zu erreichen, fördert die Regierung Investitionen zur Modernisierung und Erweiterung landwirtschaftlicher Betriebe, aber auch die Fortbildung von Fachkräften. Für viele Erzeugnisse wurden mit den betreffenden Berufsverbänden konkrete Zielsetzungen in Bezug auf Anbauflächen und Produktivität vereinbart. So wird z.B. für den Getreideanbau eine Produktionssteigerung bei gleichzeitiger Verringerung der Anbaufläche angestrebt. Die professionelle Fleischproduktion soll stark ausgebaut werden.

Erste Erfolge der Strategie sind sichtbar. So wurde im Bereich Rotfleisch (hauptsächlich Rind und Schaf) von 2013 bis 2016 ein deutlicher Produktionszuwachs erreicht. Die Zuwächse weisen jedoch große Unterschiede zwischen den Subsistenzbetrieben und den Mittel- und Großbetrieben auf. Auch bei den Milchprodukten gab es in den letzten Jahren erhebliche Steigerungen, so dass eine weitgehende Unabhängigkeit von Import erreicht wurde.

(Stand: Februar 2018)