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Côte d'Ivoire

Côte d’Ivoire gehört zu den größeren Staaten an der westafrikanischen Atlantikküste. Während an der Küste immerfeuchtes tropisches Klima vorherrscht, ist der Norden durch trockenes Klima geprägt.

Mit einer Fläche von 322.463 km2 ist Côte d’Ivoire annähernd so groß wie Deutschland. Derzeit hat Côte d’Ivoire ca. 24 Mio. Einwohner, doch die Bevölkerung wächst mit jährlich ca. 2,6 % sehr schnell. 60% der Bevölkerung sind unter 24 Jahre alt. 40 % der Bevölkerung lebt auf dem Land. Côte d´Ivoire ist das größte Einwanderungsland der westafrikanischen Atlantikküste; fast ein Drittel der Bevölkerung hat nicht-ivorische Wurzeln. Abidjan, das mit etwa 4,5 Mio. Einwohnern das größte städtische Ballungszentrum darstellt, ist wirtschaftlicher und politischer Mittelpunkt des Landes.

Der Agrarsektor macht rund 22 % der Wirtschaftsleistung aus (Dienstleistungen zu 49 % und die Industrie zu 29 %). Côte d’Ivoire ist der weltweit größte Kakaoproduzent. Rund 800.000 Kleinbäuerinnen und -bauern kultivieren Kakao, der für etwa ein Viertel der Bevölkerung die Existenzgrundlage bildet. Allerdings liegt die Armutsrate in Kakaogebieten teilweise bei über 60 %, was auch zu Mangelernährung und missbräuchlicher Kinderarbeit führt.

Rund 60 % des in Deutschland zu Schokolade verarbeiteten Rohkakaos stammt aus Côte d’Ivoire. Für Unternehmen der Kakaowirtschaft ist die langfristige Sicherung qualitativ hochwertiger Rohware aus nachhaltiger Produktion von großer Bedeutung. Soziale und ökologische Fragen geraten auch für Konsumenten von Kakaoprodukten immer stärker in den Fokus. Im Rahmen seiner bilateralen Zusammenarbeit setzt sich das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien für eine Stärkung von Wertschöpfungsketten im Kakaosektor und eine Verbesserung der Lebensumstände der Kakaobauern und ihrer Familien ein.

(Stand: Februar 2018)